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Dienstag, 6. November 2012
22. FERRY-TALE
guennisseite, 13:01h
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. . . Gegen Drei Uhr in der Nacht fahren wir auf einen Rastplatz der kaum besucht ist. In dem relativ kleinen Tankstellenkiosk bediene ich einen der Kaffeeautomaten mit einem Segafredo-Espressoauftrag, der hier trotz überteuerter Autobahnpreise nur noch 1,20 ? kostet und in einem viel zu grossen Pappbecher erst einmal gesucht sein will.( Ist der verzaubert und frisst in wirklichkeit gern Löwenzahn?). Eine viertelstunde später geht es weiter. Die Kegelgesellschaft vor mir hat ihren "PUNK" zum Glück schon bald nach dem Start und dem Ende des Spumante eingestellt und ist ruhiger geworden, genauso wie die vielen Reihen hinter mir, von denen man nur beim Aus- und Einsteigen etwas mitbekommt. Über die A10 kommend erreichen wir dann um 6:22 MEZ die Hafenanlagen der P&O-Fährschiffe von Calais an Frankreichs Normandieküste.
Mit den sogenannten offenen Grenzen ist das, wie bei der Fahrt nach Portugal, auch hier nur ein Gerücht. Zuersteinmal müssen wir alle den Bus verlassen und durch ein Schaafsgatter zur Pass bzw. Ausweiskontrolle. Bus und Fahrgäste kommen sozusagen getrennt voneinander über die Französich-Englische Grenze. Danach dürfen alle wieder einsteigen. Im "Morgengrauen" wird der Bus über das Zufahrts- und Warteplatzwirrwarr in Richtung Terminal 9 geleitet. Hier müssen wir noch auf einer Wartespur hinter anderen Bussen und neben PKW's und Carawans eine viertel Stunde warten, bis alle Fahrzeuge der angekommenen Fähre von Dover das Schiff verlassen haben und unsere Parkspur die Freigabe zum Befahren der Rampe bekommt. Daraufhin
fährt unser Bus auf Deck 8C der "SPIRIT OF BRITAIN". Wir müssen alle aussteigen und einen engen, in der Mitte befindlichen weiss gestrichenen Stahlblechflur die Treppen über mehrere Etagen nach oben. Dort gibt es über das ganze Deck verteilt verschiedene Aufenthaltsbereiche.
Da allen Fahrgästen jetzt der Sinn nach Frühstück steht, ist ersteinmal Wartezeit an den entsprechenden Tresen einzuplanen. Ich habe mich in der sogenannten "Familly-Lounge" eingefunden (ob ich hier wohl richtig bin - als Einzelgänger?) und stelle beim studieren der Frühstücksspeisekarte fest, dass deren Auswahl alles andere als königlich ist. Der Umfang des Angebots wurde intelligent erweitert, indem für jedes angebotene Heissgetränk gleich drei verschiedene Mengen- und Preisangaben die Informationstafel bedecken. Der "Spirit" of Britain scheint inzwischen auch von mir Besitz ergriffen zu haben, denn ich entschliesse mich kurzfristig, nicht für einen voraberträumten französischen Milchkaffee, sondern für eine Tasse Earl Grey-Tee im grossen COSTA CAFE-Pappbecher. Auch das erträumte frische Croissant ist nirgens zu sehen. Stattdessen gibt es eine umfangreiche Pallette an Muffin's. Ich entscheide mich für einen Lemon-Muffin in leichter Übergrösse. Der Kellner, dem die Frohnatur eines englischen Billardspielers vom Sportkanal aus dem Gesicht schaut, weist mich auf ein Spezialangebot hin, bei dem ich mich Preis-Leistungsmässig besser stellen würde, wenn ich statt des kleinen, einen mittlerenen Becher Tee, also mindestens doppelte Tasse, zum Muffin nehmen würde (Hee-Schubiduu-Koiffizient?). Ich bin schnell überzeugt und froh, dass man hier auf dem Schiff, wahlweise in EURO oder englischen Pfund bezahlen kann. Daher bezahle ich meine 3,80 in Euro, um mein Shoppinggeld in Pfund noch ein wenig zu sparen. Wegen des günstigeren Kurses hatte ich bereits einen Tag vorher 102 Euro in 85 englische Pfund gewechselt. Mit meinem Tablett suche ich mir vorn am Fenster der Steuerbordseite (also Rechts) einen freien Sessel. Zu meinem Schwarztee ziehe ich noch ein paar Brötchenhälften mit Salami und Käse aus meiner Tasche und geniesse die Gemütlichkeit und die gedrosselte Luxuriösität . . . (PS:6/2026) Und was das kommende Mittagessen betrifft: Da der Ruf der englischen Küche nicht der beste ist und ich auch aus Schüchternheit mich nicht allein in ein teures Restaurant setzen möchte, werde ich wohl bei DONALD bei Cheeseburger und Pommes landen. Das ist zwar nicht meine Leibspeise, aber um die kund zu tun muss ich ein wenig ausholen . . .
Mein Vater, ein Schlesier und fleißiger und überkorrekter "NAPOLA - Schüler" machte sich in den Fünfzigern auf, um im Schwabeländle sich mit seiner "Schaffe, Schaffe, Häusle baue" - Ideologie aus "Sicherheitsgründen" eine leicht hinterwälderische aber gut aussehende und fleißige Blondine mit blauen Augen zu angeln. Meine Mutter. Und somit wurde ich 1958 im Allgäu zur Welt gebracht. Das erklärt auch mein "Tüftler und Bastler" Interesse. Aber vor allem soll es meine Vorliebe für schwäbische Küche erklären. Auch wenn ich dann viel nördlicher eingeschult wurde ist mir natürlich durch meine Mutter schon früh die zentrale Bedeutung der schwäbischen Spätzle eingeimpft worden. Und daher sind mir bis heute "Kässpätzle", "Krautspätzle", "Spätzle mit Linseneintopf", "Spätzle mit Gulasch" oder auch mal "Spätzle Bolognese" auf meinem Teller immer willkommen, wenn sich dort nicht gerade eine "BURGER - Maultaschensuppe" eingefunden hat. Oder um es mit den Worten des großen LORIOT zu sagen: "Die Nudel als solche ist seit jeher in meinem Leben von zentraler politischer Bedeutung." Da ich mir aber nicht die Arbeit mache und die Spätzle selber herstelle, bin ich auf Supermarktware angewiesen. Und das ist bei Spätzle ein echtes Problem. Das reicht von "Mau" über "Geht gar nicht" bis "Brechreiz" und ich mir daher alle paar Monate ein Packet mit mehreren Tüten nicht ganz billiger "Bauernspätzle" direkt von der Firma TRESS im schwäbischen Münsingen bestelle.
(07.11.)
. . . Inzwischen haben wir mit dem Passieren der englischen Grenze auch die unsichtbare Zeitzone gewechselt; und aus den deutschen 7:00 Uhr MEZ sind jetzt 6:00 Uhr brittischer Zeit geworden. Um 6:40 legt die "SPIRIT OF BRITAIN" ab, indem sie zurücksetzt, dreht und das Hafenbecken von Calais verlässt. Nach den letzten Tagen des veregneten heimischen Oktober scheint die seit gestern Abend kurzfristig einberufene wolkenfreie Zone sich bis London zu erstrecken. Es ist ein klarer Himmel über dem Ärmelkanal mit einer morgentlichen Temperatur von circa 8° Celsius. In Richtung zurückliegender Kaianlagen ist gerade die Sonne aufgegangen und sorgt im Bereich der Stratosphäre für einen pastelligen Farbverlauf durch den Spektralbereich, indem der Himmel direkt über uns zartblau ist und in Richtung Westen über verwaschenes Gelb, blasses Orange und Homerscher Rosenfingrigkeit bis zum bedrohlichen Violett über dem Horizont von England verläuft, als ob einer gelangweilten himmlischen Putte der Sinn nach Turnerschem Aquarellpinsel stand. Über diesen delikaten Farbverlauf versuchen jetzt noch mehrere Piloten der Warteschleife des Londoner Flughafen ihre Kandinskysche Kreativität mit einzubringen, indem sie über den dunklen Bereich in der Tiefe ein paar leuchtend orange-gelbe Linien mit ihren von der Sonne beschienenen Kondensstreifen ziehen. Auwei - meine Vernisage Erfahrenen, ob man das wohl verkaufen kann?
Beim Zurückblicken entdecke ich, dass Calais direkt an den Fährhafen anschliessend einen auffallend schönen Sandstrand hat, den vom Ort sich entfernend kaum Architektur zu stören scheint, sondern allmählich in Naturstrand übergeht und zum Strandwandern einlädt. Ein Badeort der ernsthaft zu empfehlen zu sein scheint und, wenn man mitdem Bus an die zubetonierte verwirrende Terminalanlage heranfährt, gar nicht vermutet, sondern erst beim Verlassen des Hafens vom Fährschiff aus entdeckt. Auch ein Tagesausflug nach London könnte relativ unproblematisch mit der Fähranbindung und einer Busverbindung von und nach Dover sein. Obwohl ich zugeben muss, dass der Gedanke, als Fussgänger in diesem Zufahrtsstrassenwirrwarr den Weg auf's Schiff zu finden, nicht gerade einladend ist und man auch nicht einen einzigen Passagier das Schiff zu Fuss hat betreten oder verlassen seh'n. Das einzige das mir in diesem Zusammenhang auffiel war, dass ein einsamer Fahrradfahrer im morgentlichen Halbdunkel mit seinem Schlafsackbepackten Rennrad zielstrebig einem weissen Linien und Pfeilechaos folgend dem französischen Landesinneren entgegen fuhr.
Mitschiffs-voraus ist schon bald nach dem Ablegen der weisse Küstenstreifen der Kalkfelsen des englischen Dover zu sehen, der durch den dunklen Bewuchs noch verstärkt gegen den Himmel und die dunkle See abgesetzt ist. Nach meinem Frühstück, das zwar nicht dem internationalen "Intercontinental"-Hotelstandard entsprach; und das bekannte Frühstück "Intercontinental" hört sich ja auch nur nach der ersten Hotelnacht im Leben beeindruckend an; entpuppt sich aber umgehen als : zwei landestüpische Brötchen mit Scheibe Wurst und Scheibe Käse und zwei kleinen Plastiknäpfchen mit Honig und Marmelade plus der zu wählenden Tasse Heissgetränk. Meins entspricht mehr der Buffet-Spezialversion für Grundsicherungsemfänger (Bezeichnung für Sozialhilfeemfänger im Jahr 2011) inclusive besserer Aussicht. "So gestärkt..." wäre eigentlich die falsche Formulierung; "Dem inneren Schweinehund zur beruhigung'n Fressnapf gemacht..." träfe eher die Wahrheit,für den Beginn des nächsten Satzes. Nachdem ich also den "Baskerville" in mir unter Kontrolle gebracht hatte, zog mich die Neugier aus dem Sessel und ich machte mich auf den Weg , das Deck 8 ein bisschen zu erkunden. Ich ging also dieses langgezogene rechteckige Stockwerk von Vorn nach Hinten durch, wobei nicht auf Anhieb zu erkennen war, was Vorn und Hinten ist und auch zur Seite nach draussen geblickt erkannte man nicht auf Anhieb, in welche Richtung welches Land liegt und die Höhe des Deck liess nicht auf Anhieb mit Blick auf's Wasser die Fahrtrichtung erkennen. Es war also durchaus erforderlich, um exakt die Richtung des Schiffs angeben zu können, dass man sich von den Beschilderungen der Grafikabteilung anweisen liess. . . (FORTSETZUNG FOLGT)
(08.11.)
. . . Dass das dann auch ein problematisches Unterfangen werden kann, hat jeder schon einmal kennengelernt, spätestens dann, wenn er in der Öffentlichkeit eine Toilette sucht; die grundsätzliche Beschilderung überhaupt ersteinmal entdeckt hat, dann mit Hilfe dieser Wegweiser auch dort gelandet ist, wo er hinwollte; Bahnhofsbeschilderungen können einen da auch mal aus dem Gebäude führen und einen buchstäblich im Regen stehen lassen. Wenn man in so einer Situation also tatsächlich das sogenannte Stille Örtchen gefunden hat, kann man nur noch hoffen, dass die Kreativität unseres Artdirektor sich im Zaum hielt, denn auch jetzt, meine Roulettischerfahrenen, ist noch nicht gewährleistet, ob auf Anhieb sicher zu erkennen ist, welche der zwei Möglichkeiten ein Männlein darstellt und welches Gretel ist. Hier an Bord ist das aber zum Glück alles recht übersichtlich, vorausgesetzt die Englischkenntnisse sind nicht gleich Null (-: Auf beiden Seiten des Deck verbindet ein langer Gang die einzelnen Bereiche. Ich gehe den Gang meiner Frühstücksseite entlang, zur linken Fensterseite befinden sich immerwieder schmale Sitzecken mit Sofas, Sesseln und einer sprichwörtlich lederbezogenen Fensterbank. Zur Rechten wechseln Wände mit Werbepostern, hinter denen sich Räumlichkeiten für Küche oder Personal befinden mit Serviceräumlichkeiten wie zum Beispiel einem Wechselschalter für das Deviesengeschäft, wo jetzt einige ihre Euro in britische Pfund wechseln. Nach einem Verbindungsgang, der die beiden langen Seitengänge verbindet und wo man auch zu den Toiletten und den Treppen der anderen Decks findet, die aber, ausser dem Neunten mit dem Selbstbedienungsrestaurant, fast ausschliesslich für Fahrzeuge und daher während der Fahrt gesperrt sind, kommt ein grösserer Einkaufsbereich, der sich dadurch auszeichnet, dass er vorallem auf Kunden eingestellt ist, die zollfrei einkaufen wollen. Das bedeutet, dass er die Regale umfangreich mit Whiskysorten, Parfüms und sonstigen Shoppingpassagenartikeln gefüllt hat. Grundsicherungsemfänger mit Tankstellenkioskerfahrung wie ich, laufen hier etwas verloren rum. Es sind eher busineserprobte Gutbetuchte mit röhrenendstufenmässig schwach leuchtender Schnapsnase oder junge Damen vom Typ Paris-Hotel Moddel, deren Gage vom Buchen des EUROSTAR abrät, hier anzutreffen. Man vertreibt sich die Zeit sich die Zeit der Überfahrt damit, zwischen den Regalen verträumt Modeschmuck und andere Assesoaires nacheinander an-, aus-, oder durchzubrobieren. Am Ende des Korridor verbindet nocheinmal eine breite Lounge mit Sesseln, in die Runde gezogene Sofas und eine Bar den hinteren Bereich, ähnlich der vorderen Frühstücksecke. Schilder weisen darauf hin, dass man von einer art Windfang durch zwei Türen auf das hintere Aussendeck kommt. Hier treffen sich, wie nicht anders zu erwarten, die ersten Raucher und Digitalkamerasüchtigen zur ersten Zigarette und zum ersten Schuss. Hier draussen, mit dem Blick zurück zum Sonnenaufgang über Cälais und in die beiden Richtungen des Ärmelkanal, sieht man erst was für ein Verkehr hier schon herscht, da vorher das Halbdunkel des Morgen und die in den Fenster spiegelnde Loungebeleuchtung einen sicheren Blick an den Horizont verwehrte. In beiden Richtungen bilden grössere Kontainerschiffe und kleinere Transportschiffe des Küstenbereichs zwei Linien auf einer Bundesstrasse und fahren jeweils im Abstand von einigen Hundert Metern nach Osten und Westen; und man erahnt das präziese Timing unseres Kapitän, mit dem er den optimal sicheren Durchschlupf durch diese Gänsemärsche findet. Um in die Fahrtrichtung sehen zu können, muss man ganz an den Rand der Reeling. Auch wenn man es inzwischen schon oft, von der Schulzeit bis zum abendlichen Fernsehn beschrieben und wiederholt bekommen hat, staunt man doch ein wenig, wie schneeweiss von der Morgensonne angestrahlt die berühmten Kreidefelsen von Dover leuchten und zusehens mehr sich vor dem Bug auftürmen und darauf hinweisen, dass es bald Zeit wird, sich wieder in Richtung Parkdeck zu begeben.
Circa zehn Kilometer östlich von Dover fällt ein kleiner Küstenort auf, der an einem schrägen Hang in einer angedeuteten Bucht liegt und mit seinen Ferienzimmern anscheinend auf das perfekteste geeignet ist, um Sonnenaufgänge über dem Meer zu studieren, fotografieren, aquarellieren, oder sich sonstirgendwie manisch-künstlerisch mit diesen minütlich sich verändernden difusen Helligkeits- und Farbnuancen der französischen Impressionistenrichtung auseinanderzusetzen. Ich versuche noch schnell unauffällig auffällig das eine und andere Hustenbonbon ins Wasser zu spucken und frage mich, wie tief es wohl sinken mag und ob dieser Räucherstäbchengruss überhaubt bei den Fischen ankommt. Bei fünfzig Zentimeter Tiefgang des heimischen Flusses, wo man jede Reaktion der Fische in der Nähe beobachten kann, macht das ja spass. Hier hat man aber bei dem Gefühl der bodenlosen Tiefe der See eher den Eindruck, man rotzt keinen parfümierten "Lachsjäger" in Richtung Fische, sondern eine klebrige Kräutermischung in'ner Flaschenpost in Richtung Exoplaneten - irgendwie so sinnlos. Mein innerer Vogelflugdeuter behauptet aber, dass von seiten ein paar Möwen unmissverständlich signalisiert worden wäre, dass die ersten Kiemenatmer bereits darauf aufmerksam geworden wären. Wer's glaubt wird seelig.
Eine weibliche Lautsprecherstimme hat inzwischen über das sogenannte "Tannoy-System", wie man international diese verketteten Deckenlautsprecher nennt, informiert, dass wir in kürze anlegen und uns in Richtung der Treppenkorridore begeben sollen, die jetzt wieder geöffnet werden, damit alle Passagiere sich in ihre Fahrzeuge auf den entsprechenden Decks begeben können. Auf dem Parkdeck für Busse, LKW's und Carawans suche ich unser Busdesign und finde dann auch sogleich die erwartungsvolle Gemütlichkeit meines Sitzplatzes im supermodernen Dreiachser von CONTINENTBUS wieder. Um 8:15 Uhr englischer Zeit verlassen wir die Terminals von Dover und fahren hangaufwärts auf einem breiten Zubringer in Richtung London zum "Shoppingsamstag", das wir laut Schild auf der M20 in 55 km erreichen sollen. . .
ENDE
MEIN INTERNET-TIPP: http://www.jameshovercraft.co.uk
http://www.lhydroptere.com
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Around three we drive to a rest area that is hardly visited. In the relatively small gas station kiosk I serve one of the coffee machines with a Segafredo espresso order, which costs only € 1.20 despite the overpriced highway prices and has to be searched for in a paper cup that is much too large. (Is he enchanted and actually likes to eat dandelions?) It goes on for a quater of an houre. Fortunatly the bowling party in front of me stopped their "punk" soon after the start and end of the Spumante and became quiter, as did the many rows behind me, which you only notice, when getting in and out. Coming via the A10 we reach the port facilities of the P&O ferries from Calais on France's Normandy coast at 6:22 am CET.
With the so-called open boarders, as with the trip to Portugal, this is just a rumor here too. First of all we all have to get off the bus and go through a cheep gate to the passport or ID check. The bus and passengers cross the French - English border separately, so to speak. Afterwards everyone can get back in. At dawn the bus is directed towards terminal 9 via the wirrwarr acces and waiting area. Here we have to wait in a waiting lane behind other buses and next to cars and caravans for a quarter of an hour until all the vehicles on the ferry from Dover that have arrived have left the ship and our parking lane is cleared to drive on the ramp. Our bus then drives to deck 8c of the "Spirit of Britain". We all have to get out and climb several floors up a narrow, white painted steel corridor in the middle.
There are various lounge areas spread across the entire deck. Since all passengers are now in the mood for breakfast, a waiting time at the appropriate counter must be planned for. I found myself in the so-called "Family Lounge" (I wonder if I'm at the right place here - as a loner?) and when I study the breakfast menu I notice that the selection is anything but royal. The scope of the offer has been intelligently expanded by covering the information board with three different quantities and prices for each drink offered. The spirit of britain seem to have taken hold of me in the meantime, because at short notice I decide not to have the french coffee with milk that I have been dreaming of, but instead to have a cup Earl Grey tea in a large COSTA CAFE paper cup. Even the frech croissant I dreamed of is nowhere to be seen. Instead there is an extensive range of muffins. I decide on a slightly oversized lemmon muffin. The waiter, who has the cheerful disposition of an english billiards player from the sports channel on his face, points out to me a special offer where I would be better off in terms of price and performance if I took a medium cup of tea instead of the small one, i. e. at least a double cup with the muffin (Heee - Schubiduu coefficient ?) I am quickly convinced and happy that you can pay on the ship in either euros or english pounds. That's why I pay my 3,80 in euros to save a little bit of my shopping money in pounds. Because of the cheaper exchange rate, I had already changed 102,- euros into 85,- english pounds the day before. With my tablet I look for a free armchair at the window on the starboard side (i. e. on the right). With my black tea, I pull a few halves of bread rolls with salami and cheese out of my bag and enjoy the cosiness and the reduced luxury . . . And as for the upcoming lunch: Since the reputation of English cuisine isn't the best and because my shyness I don't want to sit alone in a expensive restaurant, I'll probably end up with DONALD and cheesburger and fries. This is not my favorite dish, but for this I have to go back a little to explain it . . .
My father, a Silesian and hard-working and overly correct "NAPOLA - student" set out in the fifties to catch for "security reasons" a slyghtly backwoods but good looking and hard-working blonde with blue eyes in the "Schwabeländle" with his " make it, make it, build a house" ideology. My mother. And so I was born 1958 in the Allgäu. This also explains my "tinkerer and hobbyist" preference. But above all it is intended to illustrate my level for Swabian cuisine, which I still have to this day. Even though I started school much further north, my mother naturally instilled in me the central importance of Swabian spaetzle at an early age. Or to put it in the words of the great LORIOT: "The pasta as such is since ever of central political importance in my life." And that's why "Kässpätzle", "Krautspätzle", "Spätzle with lentil stew", "Spätzle with goulash" or even "Spätzle Bolognese" are allways welcome on my plate, if there isn't a "BURGER Maultaschen soup" there. But since I don't do the work and make the spaetzle myself, I have to rely on supermarket products. And that's a real problem with spaetzle. That ranges from "poor" to "not possible" to "nausea" and that's why every few months I order a package with several bags of not-so-cheap but good tasting "Bauernspätzle" directly from TRESS company in Münsingen, Swabia.
In the meantime we have also changed the invisible time zone by crossing the english border; and the german 7:00 CET has now become 6:00 british time. At 6:40 the "Spirit of Britain" sets off by backing up, turning around and leaving the Calais harbor basin. After the last days of the rainy October at home, the cloud-free zone that was introduced at short notice since yesterday evening seems to extend to London. There are clear skies over the English Channel with a morning temperature of around 8° Celsius. In the direction of the quays behind, the sun has just risen and creates a pastel color gradient in the stratosphere through the spectral range in which the sky directly above us is delicately blue and, towards the west, runs through washed-out yellow, pale orange and Homers rose-fingeredness to the menacing violet over the horizon of England, as if a bored celestial cherub was in the mood for Turners watercolor brush. Using this delicate color gradient, several pilots in the waiting pattern at London airport are now trying to bring in their Kandisky creativity by drawing a few bright orange-yellow lines with their sunlit contrails over the dark area in the depths. AuWei - my vernissage experienced people, can this be sold?
When I look back, I discover that Calais has a strikingly beautiful sandy beach right next to the ferry port, which hardly seems to be disturbed by architecture as it moves away from the town, but gradually turns into a natural beach and invites you to walk on the beach. A seaside resort that seems to be seriously reccomended and you would'nt even suspect it when you drive up to the confusing concret terminal complex by bus, but only discover it when you leave the port from the ferry. A day trip to London could also be relatively unproblematic with the ferry connection and a bus connection to and from Dover. Although I have to admit that the idea of finding your way onto the ship as a pedestrian in this maze of access roads is not exactly inviting and you did'nt see a single passenger entering or leaving the ship on foot. The only thing that struck me in this context was that a lone cyclist was riding his racing bike loaded with a sleeping bag in the morning twilight, purposefully following a chaos of white lines and arrows towards the French interior.
Shortly after setting off, the white coastal strip of the limestone cliffs of Dover can be seen amidships ahead, which is further contrasted with the sky and the dark sea by the dark vegetation. After my breakfast, which did'nt correspond to the international hotel standard; and the well-known "Intercontinental" breakfast only sounds impressive after the first night in a hotel. But immediatly turns out to be: two typical local rolls with a slice of sausage and a slice of cheese and two small plastic bowls with honey and jam plus the cup of hot drink you choose. Mine corresponds more to the buffet special version for basic security recipients (term for social assistance recipients in 2011) including a better view. "So strengthened..." would actually be the wrong wording. " Made a food bowl to calm down your inner bastard. " would be more true at the beginning of the next sentence. So after I got the "Baskerville" in me under control, curiosity pulled me out of my chair and I set off to explore deck 8 a little bit.
So I walked through this long rectangular floor from front to back, but it was'nt immediately clear what was front and back, and when I looked out to the side, I couldn't immediately tell in which direction which land was located and the height of the deck didn't immediately reveal the direction of travel when looking at the water. In order to be able to indicate the exact direction of the ship, it was absolutely necessary to take instructions from the graphics department's signs. Everyone has already learned that this can be a problematic undertaking, at least when you are looking for a toilet in public; discovered the basic signage in the first place, then ended up where you wanted to go with the help of these signposts; station signs can lead you out of the building and literally leave you out in the rain. If you have actually found the so-called quiet place in such a situation, you can only hope that our artdirector's creativity was kept in check, because even now, my roulette table experienced people, it is still not guaranteed whether it can be clearly seen straight away which of the two options represents a little man and which is Gretel. Fortunately everything is quite clear here on board, provided your knowledge of English is not nile... : )
On both sides of the deck a long corridor connects the individual areas. I walk down the aisle to my breakfast side. On the left side of the window there are narrow seating areas with sofas, armchairs and a literally leather covered window sill. To the right there are walls with advertising posters behind which there are rooms for the kitchen or stuff with service rooms, such as an exchange counter for the foreign exchange business, where some people now change their Euros into British pounds. After a connecting corridor that connects the two long side corridors and where you also can find the toilets and the stairs of the other decks, which apart from the ninth with the selfservice restaurants, are almost exclusively for vehicles and therefore closed during the journey, there is a larger shopping area, which is characterized by the fact that it is primarily aimed at customers who want to shop duty-free. This means that he has extensively stocked the shelves with whiskeys, perfumes and other shopping mall items. Social welfare recipients with gas station kiosk experience like me are a bit lost here. It's more likely that you'll find well-heeled business-experienced gentlemen with tube-amplifier faintly lit nose, or young ladies of the Paris hotel model whose fee discourages booking the EUROSTAR. You pass the time of the crossing by dreamily trying on or trying out costume jewelry and other accessories one after the other between the shelves. At the end of the corridor, a wide lounge with armchairs, curved sofas and a bar connect the rear area, similar to the front breakfast nook.
Signs indicate that you can access the rear outside deck through two doors from a kind of vestibule. As expected this is where the first smokers and digital camera addicts meets for their first cigarette and their first shot. Out here, looking back at the sunrise over Calais and the two directions of the English Channel, you can only see what kind of traffic there is already here, as previously the semi-darkness of the morning and the lounge lighting reflecting in the windows prevented a save view of the horizon. In both directions, larger container ships and smaler transport ships from the costal area form two lines on a federal highway and travel east and west a few hundret meters apart; and you can sense the precise timing of our captain, with which he finds the optimally safe passage through these goose marches. In order to be able to see in the direction of travel you have to go to the very edge of the railing.
Even though you heard it discribed and repeated many times now, from school days to evening television, you're still a little amazed at how snow-white the famous chalk cliffs of Dover shine in the morning sun and are increasingly piling up in the front of the bow, indicating that it's almost time to head back towards the parking deck. About ten kilometers east of Dover there is a small costal town that stands out on a slope in a hint of a bay and, with its holiday rooms, is apparently ideally suited to studying sunrises over the sea, photographing them, making watercolors or otherwise manically and artistically dealing with these diffuse brightness and color nuances of the French Impressionist movement, which change every minute.
I quickly try to inconspicuously spit one or two cough bomboms into the water and wonder how deep it will sink and whether this incense greeting will even reach the fish. With a depht of fifty centimeters in the local river, where you can observe every reaction of the fish nearby it's fun. Here however given the feeling of the bottomless dephts of the sea, you have the impression that you are not snorting a perfumed "salmon hunter" towards fish, but rather a sticky herbal mixture in a message in a bottle towards exoplanets - somehow so pointless. However, my inner bird flight interpreter claims that a few gulls appearing at exactly that moment would have clearly signaled that the first gill breathers would have already become aware of it. Whoever believes it will be blessed.
A female loudspeaker's voice has now informed us via the so-called "Tannoy System", as these chained ceiling loudspeakers are known internationally, that we should dock shortly and head towards the staircase corridors, which are now being opened again so that all passengers can go to their vehicles on the appropriate decks. I look for our busdesign on the parking deck for buses, trucks and caravans and immediately find the expectant comfort of my seat in the ultra-modern three-axle vehicle of CONTINENTBUS. At 8:15 a.m. english time we leave the Dover terminals and drive uphill on a wide slip road towards London for "Shopping Saturday", which according to the sign on the M20 we should reach in 55km . . . . .
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Mit den sogenannten offenen Grenzen ist das, wie bei der Fahrt nach Portugal, auch hier nur ein Gerücht. Zuersteinmal müssen wir alle den Bus verlassen und durch ein Schaafsgatter zur Pass bzw. Ausweiskontrolle. Bus und Fahrgäste kommen sozusagen getrennt voneinander über die Französich-Englische Grenze. Danach dürfen alle wieder einsteigen. Im "Morgengrauen" wird der Bus über das Zufahrts- und Warteplatzwirrwarr in Richtung Terminal 9 geleitet. Hier müssen wir noch auf einer Wartespur hinter anderen Bussen und neben PKW's und Carawans eine viertel Stunde warten, bis alle Fahrzeuge der angekommenen Fähre von Dover das Schiff verlassen haben und unsere Parkspur die Freigabe zum Befahren der Rampe bekommt. Daraufhin
fährt unser Bus auf Deck 8C der "SPIRIT OF BRITAIN". Wir müssen alle aussteigen und einen engen, in der Mitte befindlichen weiss gestrichenen Stahlblechflur die Treppen über mehrere Etagen nach oben. Dort gibt es über das ganze Deck verteilt verschiedene Aufenthaltsbereiche.
Da allen Fahrgästen jetzt der Sinn nach Frühstück steht, ist ersteinmal Wartezeit an den entsprechenden Tresen einzuplanen. Ich habe mich in der sogenannten "Familly-Lounge" eingefunden (ob ich hier wohl richtig bin - als Einzelgänger?) und stelle beim studieren der Frühstücksspeisekarte fest, dass deren Auswahl alles andere als königlich ist. Der Umfang des Angebots wurde intelligent erweitert, indem für jedes angebotene Heissgetränk gleich drei verschiedene Mengen- und Preisangaben die Informationstafel bedecken. Der "Spirit" of Britain scheint inzwischen auch von mir Besitz ergriffen zu haben, denn ich entschliesse mich kurzfristig, nicht für einen voraberträumten französischen Milchkaffee, sondern für eine Tasse Earl Grey-Tee im grossen COSTA CAFE-Pappbecher. Auch das erträumte frische Croissant ist nirgens zu sehen. Stattdessen gibt es eine umfangreiche Pallette an Muffin's. Ich entscheide mich für einen Lemon-Muffin in leichter Übergrösse. Der Kellner, dem die Frohnatur eines englischen Billardspielers vom Sportkanal aus dem Gesicht schaut, weist mich auf ein Spezialangebot hin, bei dem ich mich Preis-Leistungsmässig besser stellen würde, wenn ich statt des kleinen, einen mittlerenen Becher Tee, also mindestens doppelte Tasse, zum Muffin nehmen würde (Hee-Schubiduu-Koiffizient?). Ich bin schnell überzeugt und froh, dass man hier auf dem Schiff, wahlweise in EURO oder englischen Pfund bezahlen kann. Daher bezahle ich meine 3,80 in Euro, um mein Shoppinggeld in Pfund noch ein wenig zu sparen. Wegen des günstigeren Kurses hatte ich bereits einen Tag vorher 102 Euro in 85 englische Pfund gewechselt. Mit meinem Tablett suche ich mir vorn am Fenster der Steuerbordseite (also Rechts) einen freien Sessel. Zu meinem Schwarztee ziehe ich noch ein paar Brötchenhälften mit Salami und Käse aus meiner Tasche und geniesse die Gemütlichkeit und die gedrosselte Luxuriösität . . . (PS:6/2026) Und was das kommende Mittagessen betrifft: Da der Ruf der englischen Küche nicht der beste ist und ich auch aus Schüchternheit mich nicht allein in ein teures Restaurant setzen möchte, werde ich wohl bei DONALD bei Cheeseburger und Pommes landen. Das ist zwar nicht meine Leibspeise, aber um die kund zu tun muss ich ein wenig ausholen . . .
Mein Vater, ein Schlesier und fleißiger und überkorrekter "NAPOLA - Schüler" machte sich in den Fünfzigern auf, um im Schwabeländle sich mit seiner "Schaffe, Schaffe, Häusle baue" - Ideologie aus "Sicherheitsgründen" eine leicht hinterwälderische aber gut aussehende und fleißige Blondine mit blauen Augen zu angeln. Meine Mutter. Und somit wurde ich 1958 im Allgäu zur Welt gebracht. Das erklärt auch mein "Tüftler und Bastler" Interesse. Aber vor allem soll es meine Vorliebe für schwäbische Küche erklären. Auch wenn ich dann viel nördlicher eingeschult wurde ist mir natürlich durch meine Mutter schon früh die zentrale Bedeutung der schwäbischen Spätzle eingeimpft worden. Und daher sind mir bis heute "Kässpätzle", "Krautspätzle", "Spätzle mit Linseneintopf", "Spätzle mit Gulasch" oder auch mal "Spätzle Bolognese" auf meinem Teller immer willkommen, wenn sich dort nicht gerade eine "BURGER - Maultaschensuppe" eingefunden hat. Oder um es mit den Worten des großen LORIOT zu sagen: "Die Nudel als solche ist seit jeher in meinem Leben von zentraler politischer Bedeutung." Da ich mir aber nicht die Arbeit mache und die Spätzle selber herstelle, bin ich auf Supermarktware angewiesen. Und das ist bei Spätzle ein echtes Problem. Das reicht von "Mau" über "Geht gar nicht" bis "Brechreiz" und ich mir daher alle paar Monate ein Packet mit mehreren Tüten nicht ganz billiger "Bauernspätzle" direkt von der Firma TRESS im schwäbischen Münsingen bestelle.
(07.11.)
. . . Inzwischen haben wir mit dem Passieren der englischen Grenze auch die unsichtbare Zeitzone gewechselt; und aus den deutschen 7:00 Uhr MEZ sind jetzt 6:00 Uhr brittischer Zeit geworden. Um 6:40 legt die "SPIRIT OF BRITAIN" ab, indem sie zurücksetzt, dreht und das Hafenbecken von Calais verlässt. Nach den letzten Tagen des veregneten heimischen Oktober scheint die seit gestern Abend kurzfristig einberufene wolkenfreie Zone sich bis London zu erstrecken. Es ist ein klarer Himmel über dem Ärmelkanal mit einer morgentlichen Temperatur von circa 8° Celsius. In Richtung zurückliegender Kaianlagen ist gerade die Sonne aufgegangen und sorgt im Bereich der Stratosphäre für einen pastelligen Farbverlauf durch den Spektralbereich, indem der Himmel direkt über uns zartblau ist und in Richtung Westen über verwaschenes Gelb, blasses Orange und Homerscher Rosenfingrigkeit bis zum bedrohlichen Violett über dem Horizont von England verläuft, als ob einer gelangweilten himmlischen Putte der Sinn nach Turnerschem Aquarellpinsel stand. Über diesen delikaten Farbverlauf versuchen jetzt noch mehrere Piloten der Warteschleife des Londoner Flughafen ihre Kandinskysche Kreativität mit einzubringen, indem sie über den dunklen Bereich in der Tiefe ein paar leuchtend orange-gelbe Linien mit ihren von der Sonne beschienenen Kondensstreifen ziehen. Auwei - meine Vernisage Erfahrenen, ob man das wohl verkaufen kann?
Beim Zurückblicken entdecke ich, dass Calais direkt an den Fährhafen anschliessend einen auffallend schönen Sandstrand hat, den vom Ort sich entfernend kaum Architektur zu stören scheint, sondern allmählich in Naturstrand übergeht und zum Strandwandern einlädt. Ein Badeort der ernsthaft zu empfehlen zu sein scheint und, wenn man mitdem Bus an die zubetonierte verwirrende Terminalanlage heranfährt, gar nicht vermutet, sondern erst beim Verlassen des Hafens vom Fährschiff aus entdeckt. Auch ein Tagesausflug nach London könnte relativ unproblematisch mit der Fähranbindung und einer Busverbindung von und nach Dover sein. Obwohl ich zugeben muss, dass der Gedanke, als Fussgänger in diesem Zufahrtsstrassenwirrwarr den Weg auf's Schiff zu finden, nicht gerade einladend ist und man auch nicht einen einzigen Passagier das Schiff zu Fuss hat betreten oder verlassen seh'n. Das einzige das mir in diesem Zusammenhang auffiel war, dass ein einsamer Fahrradfahrer im morgentlichen Halbdunkel mit seinem Schlafsackbepackten Rennrad zielstrebig einem weissen Linien und Pfeilechaos folgend dem französischen Landesinneren entgegen fuhr.
Mitschiffs-voraus ist schon bald nach dem Ablegen der weisse Küstenstreifen der Kalkfelsen des englischen Dover zu sehen, der durch den dunklen Bewuchs noch verstärkt gegen den Himmel und die dunkle See abgesetzt ist. Nach meinem Frühstück, das zwar nicht dem internationalen "Intercontinental"-Hotelstandard entsprach; und das bekannte Frühstück "Intercontinental" hört sich ja auch nur nach der ersten Hotelnacht im Leben beeindruckend an; entpuppt sich aber umgehen als : zwei landestüpische Brötchen mit Scheibe Wurst und Scheibe Käse und zwei kleinen Plastiknäpfchen mit Honig und Marmelade plus der zu wählenden Tasse Heissgetränk. Meins entspricht mehr der Buffet-Spezialversion für Grundsicherungsemfänger (Bezeichnung für Sozialhilfeemfänger im Jahr 2011) inclusive besserer Aussicht. "So gestärkt..." wäre eigentlich die falsche Formulierung; "Dem inneren Schweinehund zur beruhigung'n Fressnapf gemacht..." träfe eher die Wahrheit,für den Beginn des nächsten Satzes. Nachdem ich also den "Baskerville" in mir unter Kontrolle gebracht hatte, zog mich die Neugier aus dem Sessel und ich machte mich auf den Weg , das Deck 8 ein bisschen zu erkunden. Ich ging also dieses langgezogene rechteckige Stockwerk von Vorn nach Hinten durch, wobei nicht auf Anhieb zu erkennen war, was Vorn und Hinten ist und auch zur Seite nach draussen geblickt erkannte man nicht auf Anhieb, in welche Richtung welches Land liegt und die Höhe des Deck liess nicht auf Anhieb mit Blick auf's Wasser die Fahrtrichtung erkennen. Es war also durchaus erforderlich, um exakt die Richtung des Schiffs angeben zu können, dass man sich von den Beschilderungen der Grafikabteilung anweisen liess. . . (FORTSETZUNG FOLGT)
(08.11.)
. . . Dass das dann auch ein problematisches Unterfangen werden kann, hat jeder schon einmal kennengelernt, spätestens dann, wenn er in der Öffentlichkeit eine Toilette sucht; die grundsätzliche Beschilderung überhaupt ersteinmal entdeckt hat, dann mit Hilfe dieser Wegweiser auch dort gelandet ist, wo er hinwollte; Bahnhofsbeschilderungen können einen da auch mal aus dem Gebäude führen und einen buchstäblich im Regen stehen lassen. Wenn man in so einer Situation also tatsächlich das sogenannte Stille Örtchen gefunden hat, kann man nur noch hoffen, dass die Kreativität unseres Artdirektor sich im Zaum hielt, denn auch jetzt, meine Roulettischerfahrenen, ist noch nicht gewährleistet, ob auf Anhieb sicher zu erkennen ist, welche der zwei Möglichkeiten ein Männlein darstellt und welches Gretel ist. Hier an Bord ist das aber zum Glück alles recht übersichtlich, vorausgesetzt die Englischkenntnisse sind nicht gleich Null (-: Auf beiden Seiten des Deck verbindet ein langer Gang die einzelnen Bereiche. Ich gehe den Gang meiner Frühstücksseite entlang, zur linken Fensterseite befinden sich immerwieder schmale Sitzecken mit Sofas, Sesseln und einer sprichwörtlich lederbezogenen Fensterbank. Zur Rechten wechseln Wände mit Werbepostern, hinter denen sich Räumlichkeiten für Küche oder Personal befinden mit Serviceräumlichkeiten wie zum Beispiel einem Wechselschalter für das Deviesengeschäft, wo jetzt einige ihre Euro in britische Pfund wechseln. Nach einem Verbindungsgang, der die beiden langen Seitengänge verbindet und wo man auch zu den Toiletten und den Treppen der anderen Decks findet, die aber, ausser dem Neunten mit dem Selbstbedienungsrestaurant, fast ausschliesslich für Fahrzeuge und daher während der Fahrt gesperrt sind, kommt ein grösserer Einkaufsbereich, der sich dadurch auszeichnet, dass er vorallem auf Kunden eingestellt ist, die zollfrei einkaufen wollen. Das bedeutet, dass er die Regale umfangreich mit Whiskysorten, Parfüms und sonstigen Shoppingpassagenartikeln gefüllt hat. Grundsicherungsemfänger mit Tankstellenkioskerfahrung wie ich, laufen hier etwas verloren rum. Es sind eher busineserprobte Gutbetuchte mit röhrenendstufenmässig schwach leuchtender Schnapsnase oder junge Damen vom Typ Paris-Hotel Moddel, deren Gage vom Buchen des EUROSTAR abrät, hier anzutreffen. Man vertreibt sich die Zeit sich die Zeit der Überfahrt damit, zwischen den Regalen verträumt Modeschmuck und andere Assesoaires nacheinander an-, aus-, oder durchzubrobieren. Am Ende des Korridor verbindet nocheinmal eine breite Lounge mit Sesseln, in die Runde gezogene Sofas und eine Bar den hinteren Bereich, ähnlich der vorderen Frühstücksecke. Schilder weisen darauf hin, dass man von einer art Windfang durch zwei Türen auf das hintere Aussendeck kommt. Hier treffen sich, wie nicht anders zu erwarten, die ersten Raucher und Digitalkamerasüchtigen zur ersten Zigarette und zum ersten Schuss. Hier draussen, mit dem Blick zurück zum Sonnenaufgang über Cälais und in die beiden Richtungen des Ärmelkanal, sieht man erst was für ein Verkehr hier schon herscht, da vorher das Halbdunkel des Morgen und die in den Fenster spiegelnde Loungebeleuchtung einen sicheren Blick an den Horizont verwehrte. In beiden Richtungen bilden grössere Kontainerschiffe und kleinere Transportschiffe des Küstenbereichs zwei Linien auf einer Bundesstrasse und fahren jeweils im Abstand von einigen Hundert Metern nach Osten und Westen; und man erahnt das präziese Timing unseres Kapitän, mit dem er den optimal sicheren Durchschlupf durch diese Gänsemärsche findet. Um in die Fahrtrichtung sehen zu können, muss man ganz an den Rand der Reeling. Auch wenn man es inzwischen schon oft, von der Schulzeit bis zum abendlichen Fernsehn beschrieben und wiederholt bekommen hat, staunt man doch ein wenig, wie schneeweiss von der Morgensonne angestrahlt die berühmten Kreidefelsen von Dover leuchten und zusehens mehr sich vor dem Bug auftürmen und darauf hinweisen, dass es bald Zeit wird, sich wieder in Richtung Parkdeck zu begeben.
Circa zehn Kilometer östlich von Dover fällt ein kleiner Küstenort auf, der an einem schrägen Hang in einer angedeuteten Bucht liegt und mit seinen Ferienzimmern anscheinend auf das perfekteste geeignet ist, um Sonnenaufgänge über dem Meer zu studieren, fotografieren, aquarellieren, oder sich sonstirgendwie manisch-künstlerisch mit diesen minütlich sich verändernden difusen Helligkeits- und Farbnuancen der französischen Impressionistenrichtung auseinanderzusetzen. Ich versuche noch schnell unauffällig auffällig das eine und andere Hustenbonbon ins Wasser zu spucken und frage mich, wie tief es wohl sinken mag und ob dieser Räucherstäbchengruss überhaubt bei den Fischen ankommt. Bei fünfzig Zentimeter Tiefgang des heimischen Flusses, wo man jede Reaktion der Fische in der Nähe beobachten kann, macht das ja spass. Hier hat man aber bei dem Gefühl der bodenlosen Tiefe der See eher den Eindruck, man rotzt keinen parfümierten "Lachsjäger" in Richtung Fische, sondern eine klebrige Kräutermischung in'ner Flaschenpost in Richtung Exoplaneten - irgendwie so sinnlos. Mein innerer Vogelflugdeuter behauptet aber, dass von seiten ein paar Möwen unmissverständlich signalisiert worden wäre, dass die ersten Kiemenatmer bereits darauf aufmerksam geworden wären. Wer's glaubt wird seelig.
Eine weibliche Lautsprecherstimme hat inzwischen über das sogenannte "Tannoy-System", wie man international diese verketteten Deckenlautsprecher nennt, informiert, dass wir in kürze anlegen und uns in Richtung der Treppenkorridore begeben sollen, die jetzt wieder geöffnet werden, damit alle Passagiere sich in ihre Fahrzeuge auf den entsprechenden Decks begeben können. Auf dem Parkdeck für Busse, LKW's und Carawans suche ich unser Busdesign und finde dann auch sogleich die erwartungsvolle Gemütlichkeit meines Sitzplatzes im supermodernen Dreiachser von CONTINENTBUS wieder. Um 8:15 Uhr englischer Zeit verlassen wir die Terminals von Dover und fahren hangaufwärts auf einem breiten Zubringer in Richtung London zum "Shoppingsamstag", das wir laut Schild auf der M20 in 55 km erreichen sollen. . .
ENDE
MEIN INTERNET-TIPP: http://www.jameshovercraft.co.uk
http://www.lhydroptere.com
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Around three we drive to a rest area that is hardly visited. In the relatively small gas station kiosk I serve one of the coffee machines with a Segafredo espresso order, which costs only € 1.20 despite the overpriced highway prices and has to be searched for in a paper cup that is much too large. (Is he enchanted and actually likes to eat dandelions?) It goes on for a quater of an houre. Fortunatly the bowling party in front of me stopped their "punk" soon after the start and end of the Spumante and became quiter, as did the many rows behind me, which you only notice, when getting in and out. Coming via the A10 we reach the port facilities of the P&O ferries from Calais on France's Normandy coast at 6:22 am CET.
With the so-called open boarders, as with the trip to Portugal, this is just a rumor here too. First of all we all have to get off the bus and go through a cheep gate to the passport or ID check. The bus and passengers cross the French - English border separately, so to speak. Afterwards everyone can get back in. At dawn the bus is directed towards terminal 9 via the wirrwarr acces and waiting area. Here we have to wait in a waiting lane behind other buses and next to cars and caravans for a quarter of an hour until all the vehicles on the ferry from Dover that have arrived have left the ship and our parking lane is cleared to drive on the ramp. Our bus then drives to deck 8c of the "Spirit of Britain". We all have to get out and climb several floors up a narrow, white painted steel corridor in the middle.
There are various lounge areas spread across the entire deck. Since all passengers are now in the mood for breakfast, a waiting time at the appropriate counter must be planned for. I found myself in the so-called "Family Lounge" (I wonder if I'm at the right place here - as a loner?) and when I study the breakfast menu I notice that the selection is anything but royal. The scope of the offer has been intelligently expanded by covering the information board with three different quantities and prices for each drink offered. The spirit of britain seem to have taken hold of me in the meantime, because at short notice I decide not to have the french coffee with milk that I have been dreaming of, but instead to have a cup Earl Grey tea in a large COSTA CAFE paper cup. Even the frech croissant I dreamed of is nowhere to be seen. Instead there is an extensive range of muffins. I decide on a slightly oversized lemmon muffin. The waiter, who has the cheerful disposition of an english billiards player from the sports channel on his face, points out to me a special offer where I would be better off in terms of price and performance if I took a medium cup of tea instead of the small one, i. e. at least a double cup with the muffin (Heee - Schubiduu coefficient ?) I am quickly convinced and happy that you can pay on the ship in either euros or english pounds. That's why I pay my 3,80 in euros to save a little bit of my shopping money in pounds. Because of the cheaper exchange rate, I had already changed 102,- euros into 85,- english pounds the day before. With my tablet I look for a free armchair at the window on the starboard side (i. e. on the right). With my black tea, I pull a few halves of bread rolls with salami and cheese out of my bag and enjoy the cosiness and the reduced luxury . . . And as for the upcoming lunch: Since the reputation of English cuisine isn't the best and because my shyness I don't want to sit alone in a expensive restaurant, I'll probably end up with DONALD and cheesburger and fries. This is not my favorite dish, but for this I have to go back a little to explain it . . .
My father, a Silesian and hard-working and overly correct "NAPOLA - student" set out in the fifties to catch for "security reasons" a slyghtly backwoods but good looking and hard-working blonde with blue eyes in the "Schwabeländle" with his " make it, make it, build a house" ideology. My mother. And so I was born 1958 in the Allgäu. This also explains my "tinkerer and hobbyist" preference. But above all it is intended to illustrate my level for Swabian cuisine, which I still have to this day. Even though I started school much further north, my mother naturally instilled in me the central importance of Swabian spaetzle at an early age. Or to put it in the words of the great LORIOT: "The pasta as such is since ever of central political importance in my life." And that's why "Kässpätzle", "Krautspätzle", "Spätzle with lentil stew", "Spätzle with goulash" or even "Spätzle Bolognese" are allways welcome on my plate, if there isn't a "BURGER Maultaschen soup" there. But since I don't do the work and make the spaetzle myself, I have to rely on supermarket products. And that's a real problem with spaetzle. That ranges from "poor" to "not possible" to "nausea" and that's why every few months I order a package with several bags of not-so-cheap but good tasting "Bauernspätzle" directly from TRESS company in Münsingen, Swabia.
In the meantime we have also changed the invisible time zone by crossing the english border; and the german 7:00 CET has now become 6:00 british time. At 6:40 the "Spirit of Britain" sets off by backing up, turning around and leaving the Calais harbor basin. After the last days of the rainy October at home, the cloud-free zone that was introduced at short notice since yesterday evening seems to extend to London. There are clear skies over the English Channel with a morning temperature of around 8° Celsius. In the direction of the quays behind, the sun has just risen and creates a pastel color gradient in the stratosphere through the spectral range in which the sky directly above us is delicately blue and, towards the west, runs through washed-out yellow, pale orange and Homers rose-fingeredness to the menacing violet over the horizon of England, as if a bored celestial cherub was in the mood for Turners watercolor brush. Using this delicate color gradient, several pilots in the waiting pattern at London airport are now trying to bring in their Kandisky creativity by drawing a few bright orange-yellow lines with their sunlit contrails over the dark area in the depths. AuWei - my vernissage experienced people, can this be sold?
When I look back, I discover that Calais has a strikingly beautiful sandy beach right next to the ferry port, which hardly seems to be disturbed by architecture as it moves away from the town, but gradually turns into a natural beach and invites you to walk on the beach. A seaside resort that seems to be seriously reccomended and you would'nt even suspect it when you drive up to the confusing concret terminal complex by bus, but only discover it when you leave the port from the ferry. A day trip to London could also be relatively unproblematic with the ferry connection and a bus connection to and from Dover. Although I have to admit that the idea of finding your way onto the ship as a pedestrian in this maze of access roads is not exactly inviting and you did'nt see a single passenger entering or leaving the ship on foot. The only thing that struck me in this context was that a lone cyclist was riding his racing bike loaded with a sleeping bag in the morning twilight, purposefully following a chaos of white lines and arrows towards the French interior.
Shortly after setting off, the white coastal strip of the limestone cliffs of Dover can be seen amidships ahead, which is further contrasted with the sky and the dark sea by the dark vegetation. After my breakfast, which did'nt correspond to the international hotel standard; and the well-known "Intercontinental" breakfast only sounds impressive after the first night in a hotel. But immediatly turns out to be: two typical local rolls with a slice of sausage and a slice of cheese and two small plastic bowls with honey and jam plus the cup of hot drink you choose. Mine corresponds more to the buffet special version for basic security recipients (term for social assistance recipients in 2011) including a better view. "So strengthened..." would actually be the wrong wording. " Made a food bowl to calm down your inner bastard. " would be more true at the beginning of the next sentence. So after I got the "Baskerville" in me under control, curiosity pulled me out of my chair and I set off to explore deck 8 a little bit.
So I walked through this long rectangular floor from front to back, but it was'nt immediately clear what was front and back, and when I looked out to the side, I couldn't immediately tell in which direction which land was located and the height of the deck didn't immediately reveal the direction of travel when looking at the water. In order to be able to indicate the exact direction of the ship, it was absolutely necessary to take instructions from the graphics department's signs. Everyone has already learned that this can be a problematic undertaking, at least when you are looking for a toilet in public; discovered the basic signage in the first place, then ended up where you wanted to go with the help of these signposts; station signs can lead you out of the building and literally leave you out in the rain. If you have actually found the so-called quiet place in such a situation, you can only hope that our artdirector's creativity was kept in check, because even now, my roulette table experienced people, it is still not guaranteed whether it can be clearly seen straight away which of the two options represents a little man and which is Gretel. Fortunately everything is quite clear here on board, provided your knowledge of English is not nile... : )
On both sides of the deck a long corridor connects the individual areas. I walk down the aisle to my breakfast side. On the left side of the window there are narrow seating areas with sofas, armchairs and a literally leather covered window sill. To the right there are walls with advertising posters behind which there are rooms for the kitchen or stuff with service rooms, such as an exchange counter for the foreign exchange business, where some people now change their Euros into British pounds. After a connecting corridor that connects the two long side corridors and where you also can find the toilets and the stairs of the other decks, which apart from the ninth with the selfservice restaurants, are almost exclusively for vehicles and therefore closed during the journey, there is a larger shopping area, which is characterized by the fact that it is primarily aimed at customers who want to shop duty-free. This means that he has extensively stocked the shelves with whiskeys, perfumes and other shopping mall items. Social welfare recipients with gas station kiosk experience like me are a bit lost here. It's more likely that you'll find well-heeled business-experienced gentlemen with tube-amplifier faintly lit nose, or young ladies of the Paris hotel model whose fee discourages booking the EUROSTAR. You pass the time of the crossing by dreamily trying on or trying out costume jewelry and other accessories one after the other between the shelves. At the end of the corridor, a wide lounge with armchairs, curved sofas and a bar connect the rear area, similar to the front breakfast nook.
Signs indicate that you can access the rear outside deck through two doors from a kind of vestibule. As expected this is where the first smokers and digital camera addicts meets for their first cigarette and their first shot. Out here, looking back at the sunrise over Calais and the two directions of the English Channel, you can only see what kind of traffic there is already here, as previously the semi-darkness of the morning and the lounge lighting reflecting in the windows prevented a save view of the horizon. In both directions, larger container ships and smaler transport ships from the costal area form two lines on a federal highway and travel east and west a few hundret meters apart; and you can sense the precise timing of our captain, with which he finds the optimally safe passage through these goose marches. In order to be able to see in the direction of travel you have to go to the very edge of the railing.
Even though you heard it discribed and repeated many times now, from school days to evening television, you're still a little amazed at how snow-white the famous chalk cliffs of Dover shine in the morning sun and are increasingly piling up in the front of the bow, indicating that it's almost time to head back towards the parking deck. About ten kilometers east of Dover there is a small costal town that stands out on a slope in a hint of a bay and, with its holiday rooms, is apparently ideally suited to studying sunrises over the sea, photographing them, making watercolors or otherwise manically and artistically dealing with these diffuse brightness and color nuances of the French Impressionist movement, which change every minute.
I quickly try to inconspicuously spit one or two cough bomboms into the water and wonder how deep it will sink and whether this incense greeting will even reach the fish. With a depht of fifty centimeters in the local river, where you can observe every reaction of the fish nearby it's fun. Here however given the feeling of the bottomless dephts of the sea, you have the impression that you are not snorting a perfumed "salmon hunter" towards fish, but rather a sticky herbal mixture in a message in a bottle towards exoplanets - somehow so pointless. However, my inner bird flight interpreter claims that a few gulls appearing at exactly that moment would have clearly signaled that the first gill breathers would have already become aware of it. Whoever believes it will be blessed.
A female loudspeaker's voice has now informed us via the so-called "Tannoy System", as these chained ceiling loudspeakers are known internationally, that we should dock shortly and head towards the staircase corridors, which are now being opened again so that all passengers can go to their vehicles on the appropriate decks. I look for our busdesign on the parking deck for buses, trucks and caravans and immediately find the expectant comfort of my seat in the ultra-modern three-axle vehicle of CONTINENTBUS. At 8:15 a.m. english time we leave the Dover terminals and drive uphill on a wide slip road towards London for "Shopping Saturday", which according to the sign on the M20 we should reach in 55km . . . . .
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